Literaturempfehlung: Simulationspatienten – Handbuch für die Aus- und Weiterbildung in medizinischen und Gesundheitsberufen

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von Tim Peters und Christian Thrien (Herausgeber), 2018 im Hogrefe Verlag erschienen.

Für die Bereiche Kommunikation (mit Patienten, Angehörigen, Kollegen oder in interprofessionellen Settings), Ethik, Psychologie sowie für das Training von körperlichen Untersuchungen sind professionelle Simulationspatienten für die Lehre und für das Assessment bzw. Prüfungen häufig die Methode der Wahl. Fast jede medizinische Fakultät verfügt über ein Simulationspatientenprogramm. Auch in der akademischen wie beruflichen Ausbildung anderer Gesundheitsberufe sowie in Notfall- und Katastrophenübungen werden immer häufiger Simulationspatienten eingesetzt.

Anders als beim Rollenspiel, bei dem die Authentizität stark mit den Darstellungskünsten der Teilnehmer bzw. Studierenden schwankt, können Simulationen durch Schaulspieler besser gesteuert und an didaktische Erfordernisse angepasst werden.

In diesem Werk wird diese effiziente Methode erstmalig im deutschsprachigen Raum umfassend und praxisnah dargestellt:

  • Grundlagen und praktische Umsetzung: Rekrutierung und Training von Simulationspatienten; Gestalten von Rollenskripten oder Lehr- und Prüfungsszenarien
  • Qualitätssicherung und didaktische Aspekte: Kommunikation und Skills-Lab-Training; Schauspieldarstellung und Feedback an die Lernenden etc.
  • wertvolle Arbeitshilfen für die Praxis: Checklisten sowie Übungen und Beispielszenarien, organisatorische Aspekte wie Personalführung, Versicherungspflicht oder rechtliche Rahmenbedingungen

Das Handbuch ist für die ergänzende Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Medizin, Pflege, Psychologie, Physiotherapie oder auch bei Notfalltrainings in der Feuerwehr- und Rettungsdienstausbildung ein unentbehrlicher Leitfaden.

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Literaturempfehlung: Simulationstraining in der Pflegeausbildung. Evidenz und Erfahrungen mit einer Lehremethode

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Jeanette Siebert, Linda Frey, Silvia Beeh, Eva Stiefvater, Laura Bürkle, Prof. Dr. Hauke Schumann: Katholische Hochschule für angewandte Wissenschaften in Freiburg

Simulationsbasiertes Lehren und Lernen wird weltweit in der Qualifikation von Pflegenden eingesetzt und gewinnt auch in Deutschland eine immer größere Bedeutung. Im Sinne des Forschenden Lernens haben Studierende der Katholischen Hochschule Freiburg literaturbasierte Erkenntnisse ethnografisch-explorativ erhobenen Daten aus einem Studienbesuch in Ohio, USA gegenüber gestellt. Es bestätigt sich, dass Simulationstraining im Bereich von kommunikativen Kompetenzen und psychomotorischen Fertigkeiten besondere Stärken hat. Der Abgleich mit Forschungstagebüchern zeigt aber auch, dass die Effektivität des Simulationstrainings in hohem Maße von der konkreten didaktischen Ausgestaltung und dem Debriefing abhängig ist. In den USA ergaben sich nicht nur in Bezug auf die Pflegepraxis, sondern auch in Bezug auf die Gestaltung der Lehre, klare Hinweise für ein evidenzbasiertes Vorgehen. Ein hoher personeller und materieller Aufwand von Simulationslernen bedeutete jedoch nicht, dass die Effekte der Lehre mit der technischen und personellen Ausstattung anstiegen. Unter Einbezug empirischer Arbeiten werden in dieser Arbeit deshalb Eckpunkte zur sinnvollen Gestaltung von Simulationstraining für eine fundierte praktische Pflegeausbildung in Deutschland abgeleitet.

Zum Beitrag: Simulationstraining in der Pflegeausbildung. Evidenz und Erfahrungen mit einer Lehremethode